Penang – eine Weltreise innert Stunden

Penang – eine Weltreise innert Stunden

Eigentlich wollten wir ja nicht nach Indien. Jetzt aber benebeln die ganze Mischung aus indischen Gewürzen, der typischen Musik, die schönen und farbigen Gewänder unsere Sinne. Wir sitzen im Restaurant und essen unser Chicken Tikka und Dahl mit Naan. Doch etwas ist hier faul. Der Laden direkt gegenüber ist chinesisch angeschrieben, die Bedienung lächelt uns mit ihrem Kopftuch an und im Hintergrund ertönt der Gebetsruf des Muezzins der nahegelegenen Moschee.
Wir sind in Little India auf Penang. Das Völkergemisch auf dieser Insel ist so vielfältig wie die Gewürzmischung in unserem Essen. Und diese schmeckt richtig gut.

Nach dem Abendessen schlendern wir durch die Altstadt, welche von der UNESCO geschützt wird. Die alten Kolonialbauten prägen das Stadtbild. An den Mauern prangen wahre Kunstwerke, kombiniert aus Malereien und Gegenständen. Unser Heimweg führt uns per Zufall zu einem dieser Bilder. Beeindruckt davon, sehen wir bei einem Laden in der Nähe weitere Motive auf den zum Verkauf stehenden Shirts. Der Verkäufer spricht uns an und drückt uns kurzerhand eine Lagekarte aller Motive in die Hand. Trotz einkehrender Nacht entschliessen wir uns, den restlichen Kunstwerken auch noch einen Besuch abzustatten.

Passend zu dieser Streetart gibt es in der ganzen Stadt verteilt unzählige Museen, welche sich der Bildkunst widmen. Die Spannweite erstreckt sich von 3D-Museen über Kopfüber-Täuschungen bis hin zu Kameramuseen. Uns verschlägt es dabei lediglich in ein Kameramuseum, indem wir eine riesige Auswahl an historischen Kameras vorfinden. Zu 80 Prozent funktionstüchtig, teils sogar zum Ausprobieren. Ein lohnenswerter Ausflug, auch weil wir uns so in der Mittagshitze etwas abkühlen können. Was eine kleine Inderin am Vortag schon gesagt hat, wird hier bestätigt: Es sei ungewöhnlich heiss im Moment. Das haben wir gemerkt… Nicht zuletzt deshalb benutzen wir zwischendurch einen der klimatisierten Gratisbusse, um Georgetown zu entdecken. Auch der Besuch beim Friseur bringt eine gewisse Abkühlung. Erstens, weil dadurch das Fell vom Kopf kommt und zweitens, weil eine kühle Kopfdusche immer hilft. Das die Haare im Sitzen auf einem normale Stuhl einschamponiert werden, habe ich trotzdem noch nie erlebt.

Malaysia steht bei uns wohl unter einem besseren Stern als Thailand. Dinge klappen auf Anhieb, was zuvor nicht möglich war. Meine Kamera ist (soweit als möglich) gereinigt, in unserem Pass klebt ein 60-Tage Visum von Indonesien und geregnet hat es bisher auch noch nie. So kann es weitergehen.

Simon
Reist und fotografiert leidenschaftlich gerne. Hat sich von seiner Spiegelreflexkamera verabschiedet, um sich eine reisetaugliche Fujifilm zu kaufen

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