Langkawi – die Adlerinsel

Langkawi – die Adlerinsel

Langkawi, eine Insel im Nordwesten Malaysias und eine Ableitung des malaiischen Wortes für Adler. Ein Seeadler in Form einer 12 Meter hohen Statue ist es auch, welcher uns als erstes auf der Insel begrüsst. Schon von weither ist der mächtige Vogel, das Symbol Langkawis, zu sehen.

Was wir anschliessend zu Gesicht bekommen, überrascht uns. Beiden war zwar bewusst, das Malaysia muslimisch geprägt ist, dass wir uns jedoch im tropischen Ägypten wiederfinden, hätten wir nicht gedacht. Moscheen, Bank Islam, Guesthouse Istanbul, Shishas, Frauen mit Kopftücher, Herren in langen Gewändern. Ein Bild, das für uns nicht unbedingt nach Asien gehört, jedoch auch hier wunderbar authentisch ist.

Die Menschen sind wahnsinnig aufgeschlossen und interessiert. Sie heissen uns willkommen, wollen wissen woher wir angereist sind. Etliche Male entsteht aus einem freundlichen Lächeln ein Gespräch, welches zum Abschluss mit einem Erinnerungsfoto für die malaiische Familie belohnt wird. Nach den ganzen Fotoshootings wirds jedoch Zeit, die Insel zu erkunden. Nachdem wir am Fusse des Mount Everest gestanden sind, uns auf die Spitze des Khao Ra auf Koh Phangan gekämpft haben, lassen wir auch hier den höchsten Berg nicht ausser Acht. Wir wollen also erneut hoch hinaus, werden dabei jedoch nicht grössenwahnsinnig. Unser Insel-Transportmittel Nr. 1 ist uns freundlicherweise behilflich und führt uns ohne Murren auf den 890 Meter hohen Gunung Raya. Die Aussicht ist widererwarten leider nicht sehr prickelnd. Dafür werden wir am nächsten Tag belohnt.

Unsere Rollertour führt uns zum ‚Oriental Village‘. Hier hätte ich vielleicht fliegende Teppiche, Pfefferminztee oder Aladdins Wunderlampe erwatet, jedoch sicherlich nicht ein europaparkähnliches Dörfchen, welches völlig auf Konsum ausgerichtet ist. Da wir nicht hergekommen sind um zu konsumieren, suchen wir den schnellsten Weg in Richtung SkyCab. Ein Gondeli, welches uns auf den zweithöchsten (jöö..nume) Berg Langkawis führt und dank ausgeklügelten Marketingaktionen wohl die Hauptattraktion auf der Insel ist. Doch einfach mit anstehen ist es nicht gemacht. Anders als wir es uns aus den Schweizer Bergen gewohnt sind, ist auf dem Ticket eine Boardingzeit aufgedruckt. Wir dürfen das Gondeli erst dreiviertelstunden nach dem Ticketkauf betreten. Davor wird man auf einem Simulator durch das 3D-Dinosaurierland chauffiert. Die Schlange führt durch eine weitere „Attraktion“. Eine virtuelle Achterbahnfahrt auf dem Mars soll die Warterei verkürzen. Dammi, wir wollten doch eigentlich nur auf den Berg um wieder runter zu schauen. Die Aussicht lässt sich tatsächlich sehen. Rund um Langkawi erheben sich mehrere, kleine Kalksteininseln aus dem Meer, die weissen Sandstrände sehen von hier oben noch paradiesischer aus, selbst den Fischern kann man bei der Arbeit zusehen.

Wir geniessen die Tage und das sonnige Wetter in vollen Zügen. Das saubere Meer, stellt zwar nicht wirklich eine Erfrischung dar, vermittelt uns aber ein wunderprächtiges Feriengefühl. Leider vergeht die Zeit im Nu und die Weiterreise lässt nicht lange auf sich warten. Mit dem Taxifahrer, welcher uns zum Fährhafen bringt, entsteht ein sehr interessantes Gespräch über Gott und die Welt. Er erzählt uns über Korruption in Malaysia und ist der Ansicht religionslos zu sein, sei gefährlich. Wir sind zwar nicht der Meinung, dass wir eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen, lassen ihn aber in diesem Glauben.

Marilyne
liebt Curry in allen möglichen Variationen und zaubert selbst dem seriösesten Security-Mann ein Lächeln ins Gesicht..

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