Dalat

Das Gefühl, wenn einem die Natur die Sprache verschlägt, den Atem raubt oder etwas Hühnerhaut über den Rücken zaubert..einfach unbezahlbar. „Top of the world“ erhält hier in Vietnam eine ganz andere Bedeutung. Unser Bus schlängelt sich über die Hochebene, dank prächtigem Wetter reicht der Blick bis zum Horizont. Hügel und Täler wechseln sich ab, zwischendurch beehrt ein kleiner See die Landschaft. Am Strassenrand grasende Kühe, welche so die Fahrt auf charmante Art und Weise verlangsamen oder Kaffeebohnen, welche an der prallen Sonne getrocknet werden. Wir sind unterwegs nach Mui Ne.

Einige Tage zuvor treffen wir in Dalat ein. Kurort und bevorzugtes Ferienziel vieler Vietnamesen. Während sich also die Russen am Strand in Nha Trang die Bäuche vollschlagen und verbrennen, geniessen die vietnamesischen Touristen die frische Bergluft Dalats. Wir tuns den Einheimischen gleich. Da es in diesen Tagen aussergewöhnlich kalt ist, so unsere Töfflivermieterin, schwingen wir uns dick eingepackt auf unsere manuell geschalteten Mopeds. Während uns der Wind kalt um die Ohren bläst, erkunden wir die fruchtbare Gegend um Dalat. An einem windstilleren Örtchen legen wir eine Pause ein und geniessen die Wärme bei einem Wasserfall. Während Charlotte und Gerhard durch den tropischen Wald spazieren, nutzen Simon und ich die angrenzende Rodelbahn als Transportmittel nach unten. Bei der „Sightseeingtour“ werden wir mehrere Male von Einheimischen um ein Foto gebeten. Diese erfreuen sich immer wieder über die Grösse der Käsermannen und Frau.

Wir schlagen uns während diesen Tagen zwar auch die Bäuche voll, verbrennen uns aufgrund der frischen Temperaturen aber höchstens den Nasenspitz. Während wir so durch die wunderschöne Gegend kurven, fallen mir die saftig, grünen Reisfelder auf. Ich realisiere, wie schnell die Zeit vergeht. Als wir vor einem Monat in Vietnam angekommen sind, war von diesem satten Grün noch keine Spur zu sehen. Und plötzlich schweifen meine Gedanken ab…

Ich sehe uns in der Tschechei, wandernd in Russland oder staunend am Fusse des gewaltigen Mt. Everest im Tibet. Wir schweben in einem Heissluftballon über den Pagoden in Bagan (Myanmar), füttern und schrubben Elefanten in Thailand und essen echtes Schweizer Fondue in Laos. Fünf Monate sind wir bereits unterwegs. Uns wurde geholfen, wir wurden übers Ohr gehauen und überall mit offenen Armen empfangen.

Das Gefühl, wenn du in der Welt zuhause bist, unbezahlbar. Für alles andere gibt es..

Marilyne
liebt Curry in allen möglichen Variationen und zaubert selbst dem seriösesten Security-Mann ein Lächeln ins Gesicht..

3 Kommentare

  1. Jan 4 Jahren vor

    Läck scho 5 Mönet, mi dünkt das sigi ersch grad gsi wodr siget abgreist. No ä chlini amerkig zude Fotos: Isch nid dsVietnam o so das di ganzi Familie 4-5 Persone nume 1 Roller bruche? Irgendwie fasch chli verschwänderisch mit zwe Roller 😉

  2. Jürg Rupp 4 Jahren vor

    Hallo zusammen, wie gewohnt wieder ein wunderbarer Bericht. Wir sind bereits im Fasnachtsfieber ja die fünfte Jahreszeit hat auch ihre Reize. Wünschen euch weiterhin schöne und tolle Erlebnisse. Viele liebe Grüsse aus dem schönen Dorf Escholzmatt Esther und Jürg

  3. Daniel Gilgen 4 Jahren vor

    Hai Ihr 4, wieder ein wunder schöner bericht. Genist weiterhin die Tage auf eurer Reise!
    Liebe grüsse auch an Charlotte und Gerhart
    Dani / Heute in Berlin

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