Gesundheit geht vor

Gesundheit geht vor

Tüdüm-tüdüm, tüdüm-tüdüm..da ist es wieder, das vertraute Geräusch.

Mittlerweile sitzen wir im Zug nach Ulaanbaatar. Ausgerüstet mit Antibiotika, in der Hoffnung die vorhandenen Käferlein abzutöten. Die Genesungswoche in Irkutsk hat leider nicht den erhofften Erfolg gebracht, wir kennen nun jedoch jede Ecke im Hostelzimmer 🙂

Von der Zugfahrt kriege ich kaum etwas mit, bereits kurz nach der Abfahrt falle ich in einen Tiefschlaf. Das Abteil teilen wir mit den Schweden Eric und Miranda. Sie scheint gesundheitlich auch nicht gerade auf dem Höhepunkt zu sein. Schläft sie, gemäss Simon, beinahe soviel wie ich und hustet wie ein Pferd.

Um Mitternacht erreichen wir die russische Grenze. Die Pässe werden eingesammelt und uns später mit dem Ausreisestempel wieder ausgehändigt. Nach einer 30-minütigen Fahrt erreichen wir die mongolische Grenze, hier folgt beinahe das gleiche Prozedere. Einfach ein bisschen aufwändiger und in einem freundlicheren Ton. Tatsächlich bemerken wir bereits hier die Freundlichkeit und Offenheit der Mongolen. Schon „lange“ hat uns niemand mehr von Herzen angelacht. Wir werden gebeten unsere Rucksäcke zu öffnen und deren Inhalte zu erklären. Offenbar tragen in der Mongolei nicht viele Menschen Kontaktlinsen. Mein Linsenvorrat und das dazugehörige Lösungsmittel sorgt jedenfalls für mächtiges Stirnrunzeln und viele Fragen.

Am Bahnhof in Ulaanbaatar werden wir zu unserer Überraschung auf Deutsch in Empfang genommen. Diverse Tourenanbieter gehen hier bereits frühmorgens auf Kundenfang. Dies auf eine sehr angenehme Art. So lachen alle übers ganze Gesicht und sind überhaupt nicht aufdringlich. Unsere erste Sorge gilt jedoch der Gesundheit, deshalb bewegen wir uns auf direktem Weg ins Hotel.

Die drei gebuchten Nächte sind schnell verstrichen und kurzerhand verlängern wir unseren Aufenthalt. Der Ausflug aufs Land muss vorerst einem Krankenhausbesuch weichen. Die Antibiotika schlagen nicht an, auch sonst scheint sich nichts zu verbessern. Kein Wunder. Gemäss dem mongolischen Arzt haben wir in Russland etwas gegen eine Magenkrankheit erhalten. Augenzwinkernd meint der Arzt, die können wir garantiert in China noch gebrauchen. So verlassen wir kurze Zeit später das Krankenhaus wieder – mit dabei ein Einkaufstäschli voller Medizin – darin auch neue Antibiotika gegen Atemwegsentzündungen und einer verordneten Bettruhe. Dazu die Ermunterung doch jeden Tag ein Glas Wein zu trinken. Die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten und Alkohol scheint hier eine andere Bedeutung zu haben.

Während der kurzen Zeit, welche wir jeweils in der Stadt verbringen, fällt uns das enorme Verkehrschaos besonders auf. Trotz Ampelanlagen stehen sich die Autos auf der Kreuzung gegenseitig im Weg. Es wird mehr gehupt, denn gefahren und ein Rückwärtsfahren um den Knoten zu lösen ist keine Seltenheit. Auch als Fussgänger bleibt man nicht verschont. Ist die Ampel grün, heisst das noch lange nicht, dass keine Autos verkehren. Erschwerend kommt hinzu, dass man diese kaum hört. Fahren ein Grossteil der Städter Hybridautos. Die Luftqualität ist dennoch nicht berauschend.

Zurück im Hotel, durchforsten wir den Dschungel von Tourenanbietern. Gerne möchten wir noch etwas von der Mongolei sehen. Hotelzimmer sind ja nicht sooo spannend. Und mit der Gesundheit gehts endlich bergauf..

Marilyne
liebt Curry in allen möglichen Variationen und zaubert selbst dem seriösesten Security-Mann ein Lächeln ins Gesicht..

3 Kommentare

  1. Beätu 4 Jahren vor

    Hei Dir zwöi…super Brichte u sehr interessant…aaaber lueget zu euch u ufpasse gau…gueti Besserig…gruess

  2. Nadine 4 Jahren vor

    Gaaaaaaanz fest gueti Besserig lueget euch guet!!! Dicke Powerknuddel

  3. Steffu 4 Jahren vor

    Oha – ig wünsche gueti Besserig!

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